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Wohnung in Wien, Stand Oktober 2026

Wärmepumpe in der Wohnung in Wien: Förderung und Praxis

Hunderttausende Wiener Wohnungen heizen mit einer Gastherme. Hier lesen Sie, wann eine Wärmepumpe in der Wohnung möglich ist und was die Stadt dazuzahlt.

Wärmepumpe in der Wohnung: geht das?

Eine Wärmepumpe in einer Wiener Wohnung ist möglich, wenn sich ein Platz für das Außengerät findet und Miteigentümer oder Vermieter zustimmen. Die Stadt Wien fördert Wärmepumpen in Eigentums- und Mietwohnungen mit 35 % der Kosten, höchstens € 5.250. Die Neuauflage der Bundesförderung gilt dagegen nur für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser.

Laut Wiener Stadtwerke heizen rund 475.000 Wiener Wohnungen mit einer Gasetagenheizung. Diese Wohnungen haben bereits Heizkörper und Leitungen, also eine wassergeführte Wärmeverteilung. Das ist eine gute Ausgangslage, denn eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kann an dieses System angeschlossen werden.

Wärmepumpen-Außengerät am Balkon einer Wiener Wohnung
Balkon, Fassade oder Dach: Das Außengerät braucht einen geeigneten Platz.
Förderung

Förderung der Stadt Wien für Wohnungen

Was für Eigentums- und Mietwohnungen gilt. Stand Oktober 2026.

35 %, max. € 5.250

Die Stadt übernimmt 35 % der Kosten. Förderbar sind Kosten bis € 15.000, daraus ergibt sich der Höchstbetrag.

Wärmepumpe heizt allein

Die alte Heizung wird demontiert. Das Gerät muss in der Produktdatenbank stehen, Vorlauf höchstens 40 °C oder Effizienznachweis bei 55 °C.

Antrag beim Infopoint

Zuständig ist der Infopoint Wohnungsverbesserung (MA 50 und MA 25). Rechnungen dürfen höchstens sechs Monate alt sein.

Hauptwohnsitz ist Voraussetzung. Es besteht kein Rechtsanspruch, ausgezahlt wird nach vorhandenen Budgetmitteln. Ob für Wohnungen im Mehrparteienhaus eine Bundesförderung in Frage kommt, prüfen Sie in den aktuellen Unterlagen der Sanierungsoffensive. Gedacht ist die Neuauflage 2026 für Ein- und Zweifamilienhäuser und Reihenhäuser.

Die drei Hürden in der Wohnung

1. Platz für das Außengerät

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe braucht ein Außengerät mit freier Luftzufuhr. In Frage kommen Balkon, Loggia, Fassade, Innenhof oder Dach. Bewilligungsfrei ist ein Gerät laut MA-37-Merkblatt vor allem, wenn der Kältekreis ganz außen liegt oder nur wenig Kältemittel enthält. Auf das Wiener Stadtbild ist Rücksicht zu nehmen, in Schutzzonen sollten Sie vorab mit der Stadt sprechen.

2. Zustimmung im Haus

Im Wohnungseigentum ist für Änderungen an allgemeinen Teilen wie Fassade oder Dach die Zustimmung nach dem Wohnungseigentumsgesetz zu klären. Mieter brauchen die Zustimmung des Vermieters nach dem Mietrechtsgesetz. Holen Sie diese früh ein, denn ohne sie hilft auch das beste Angebot nicht.

3. Schall und Nachbarschaft

In dicht bebauten Wiener Vierteln liegen Schlafzimmerfenster oft nah beieinander. Fixe Dezibel-Grenzen gibt es in Wien nicht, Maßstab ist ein Leitfaden zum Schallschutz haustechnischer Anlagen. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt ein Schallgutachten machen. Details zu Genehmigung und Schall stehen unter Wärmepumpe Wien Genehmigung.

Einzelwohnung oder ganzes Haus?

Statt jede Wohnung einzeln umzurüsten, kann eine Eigentümergemeinschaft im Mehrparteienhaus auch eine zentrale Lösung für das ganze Gebäude planen, zum Beispiel mit Geräten auf dem Dach oder im Hof. Das braucht mehr Abstimmung, kann aber Platz, Schall und Stadtbild besser lösen als viele Einzelgeräte an der Fassade. Wo ein Fernwärmeanschluss möglich ist, ist auch diese Option zu prüfen. Für einen Altbau mit hohen Räumen lohnt außerdem ein Blick auf die Vorlauftemperatur, mehr dazu unter Wärmepumpe im Altbau.

So gehen Sie als Wohnungseigentümer oder Mieter vor

  1. Zustimmung von Eigentümergemeinschaft oder Vermieter abklären.
  2. Mögliche Aufstellorte fotografieren: Balkon, Fassade, Innenhof, Dach.
  3. Angebote einholen, mit Gerät aus der Produktdatenbank und Angaben zur Vorlauftemperatur.
  4. Nach dem Einbau beim Infopoint Wohnungsverbesserung einreichen, solange die Rechnungen höchstens sechs Monate alt sind.
Unser Service: Mit einer kostenlosen Anfrage erreichen Sie höchstens drei Betriebe aus Wien und dem Umland, die sich Ihre Wohnung ansehen. Welche Förderungen es insgesamt gibt, zeigt die Startseite, den Ersatz der Gastherme beschreibt Heizungstausch in Wien.
FAQ

Fragen zur Wärmepumpe in der Wohnung

Geht eine Wärmepumpe in einer Wohnung in Wien?

Oft ja, vor allem wenn die Wohnung bereits eine Gasetagenheizung mit Heizkörpern hat, an die eine Wärmepumpe anschließen kann. Schwierig ist meist der Platz für das Außengerät und die Zustimmung im Haus. Ein Fachbetrieb klärt bei einer Besichtigung, ob es eine machbare Lösung gibt.

Wie viel fördert die Stadt Wien in der Wohnung?

Für Eigentums- und Mietwohnungen zahlt die Stadt Wien 35 % der Kosten, höchstens € 5.250. Förderbar sind Kosten bis € 15.000. Es gelten unter anderem Hauptwohnsitz, Produktdatenbank und die Vorlaufgrenze (Stand Oktober 2026).

Bekomme ich als Mieter eine Förderung?

Die Förderung der Stadt Wien nennt ausdrücklich auch Mietwohnungen. Bauliche Änderungen wie ein Außengerät an der Fassade brauchen aber die Zustimmung des Vermieters. Klären Sie diese, bevor Sie einen Auftrag erteilen.

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