Wärmepumpe im Altbau in Wien: Donaustadt (1220) und Umgebung
Das ältere Einfamilienhaus in der Donaustadt, das Siedlungshaus in Floridsdorf: Wann die Wärmepumpe passt und wie Sie dabei die Förderung der Stadt sichern.
Passt eine Wärmepumpe in meinen Wiener Altbau?
Ob eine Wärmepumpe im Altbau passt, entscheidet die Vorlauftemperatur, die das Haus am kältesten Tag braucht, nicht das Baujahr. klimaaktiv nennt als Grenze 55 °C, das ist auch die Bedingung des Bundes. Für die Förderung der Stadt Wien gelten höchstens 40 °C oder ein Effizienznachweis bei 55 °C. Ein Fachbetrieb kann das für Ihr Haus berechnen.
In der Donaustadt, im 22. Bezirk, stehen viele Einfamilien- und Reihenhäuser aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Manche sind über die Jahre teilweise saniert worden, andere noch im Ursprungszustand. Genau dieser Unterschied entscheidet, wie viel Aufwand der Umstieg auf eine Wärmepumpe bedeutet.
Warum die Vorlauftemperatur im Altbau so wichtig ist
Drei Grenzwerte, die beim Wiener Altbau zusammenkommen. Stand Oktober 2026.
| Grenze | Wert | Bedeutung |
|---|---|---|
| Eignung laut klimaaktiv | max. 55 °C | am kältesten Tag, sonst arbeitet die Wärmepumpe ineffizient |
| Bundesförderung | max. 55 °C | Voraussetzung für die € 5.000 Pauschale |
| Stadt Wien | max. 40 °C | oder Nachweis, dass die Raumheizungseffizienz bei 55 °C mindestens 140 % erreicht |
Die Wiener Regel ist die strengste. Lassen Sie sich im Angebot bestätigen, welche Vorlauftemperatur geplant ist und ob das Gerät den Effizienznachweis erbringt.
Vier Schritte zum Altbau mit Wärmepumpe
Heizlast berechnen lassen
Lassen Sie die Heizlast nach ÖNORM H 7500-3 bzw. ÖNORM EN 12831 berechnen, statt sie aus der Leistung des alten Kessels zu schätzen. Eine zu große Wärmepumpe kostet mehr und arbeitet weniger effizient. Gerade bei Häusern, die schon neue Fenster oder eine gedämmte oberste Decke haben, liegt die tatsächliche Heizlast oft unter dem, was der alte Kessel leisten konnte.
Heizkörper Raum für Raum prüfen
Laut klimaaktiv können bestehende, oft großzügig ausgelegte Heizkörper teils weiter genutzt werden, besonders nach einer Dämmung. Wo ein Raum mit niedriger Vorlauftemperatur nicht warm wird, helfen größere Heizkörper. Eine Fußbodenheizung ist dafür keine Voraussetzung.
Dämmung vorziehen, wo sie günstig ist
Nach Einschätzung des Klima- und Energiefonds sind Wärmepumpen bis etwa 140 kWh/m² Heizwärmebedarf möglich. Jede Senkung des Wärmebedarfs erleichtert es aber, unter die Wiener 40-Grad-Grenze zu kommen. Ein Energieausweis und eine Energieberatung zeigen, wo die einfachsten Hebel liegen.
Wärmequelle wählen
In den meisten Fällen wird es eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Bei ausreichend Grund kommt auch eine Erdwärmesonde in Frage. Die Stadt Wien zahlt dafür € 4.000 zusätzlich, der Bund € 5.000 Bohrbonus. Für die Sonde braucht es in Wien eine wasserrechtliche Anzeige, mehr dazu unter Wärmepumpe Wien Genehmigung.
Kosten und Förderung im Wiener Altbau
Bosch Österreich rechnet für Einfamilienhäuser mit ca. € 20.000 bis 40.000 einschließlich Einbau und im Altbau mit zusätzlichen Kosten von oft € 10.000 bis 30.000 für Anpassungen wie neue Heizkörper. Dem stehen in Wien bis zu € 8.000 von der Stadt und € 5.000 vom Bund gegenüber, bei Erdwärme mehr. Wie viel davon für Ihr Haus anfällt, zeigt erst die Besichtigung. Stand Oktober 2026.
Wichtig für die Reihenfolge: Die Stadt Wien verlangt Rechnungen, die höchstens sechs Monate vor dem Antrag ausgestellt wurden. Wer Heizkörpertausch und Wärmepumpe in zwei Etappen umsetzt, sollte die Fristen im Blick behalten. Den Ablauf mit beiden Förderungen beschreibt die Seite Förderung Heizungstausch Wien.
Ist Ihr Wiener Altbau bereit?
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